Kanada 2013 Reisetagebuch Bericht

….und wieder geht es los. Hier ist unser Reisebericht:

 

*Deutschland 03.09.2013

Abflug 14:50 Uhr Frankfurt/Main,  Flugzeit 10 Std. 10 Min., Ankunft 17:00 Uhr Calgary (OZ = -8 Std. Zeitverschiebung).

Die geplanten ca. 4.000 km beginnen in Calgary und führen uns in Richtung Canmore, Banff, Lake Louise, Saskatchewan, Jasper, Téte Jaune Cache, Blue River, Kamloops, Whistler, Horseshoe Bay, Nanaimo, Port Alberni, Tofino, Victoria, Vancouver, Hope, Princeton, Osoyoos, Okanagan Falls, Penticton, Kelowna, Vernon, Monte Creek, Salmon Arm, Revelstoke, Golden, Lake Louise, Radium Hot Springs, Fort Steele, Fort Macleod und zurück nach Calgary.

*03.09.2013 Calgary, OZ 21:25 Uhr

Wir sind total geschafft im Hotel Best Value Inn in Calgary angekommen. Koffer sind alle da.

In Frankfurt starteten wir mit 40 Minuten Verspätung. Diese holte unsere Pilotin auf dem langen Flug ein und wir landeten in Calgary, fast auf die Minute genau, pünktlich um 17 Uhr OZ. Gepäck- und Mietwagenabholung waren auch schnell erledigt. Unser Mietwagen ist diesmal ein silberner Chrysler, gefühlte 17 Meter lang.

Den ersten Mäckes-Besuch haben wir bereits hinter uns. Zu unserem Erstaunen wurden wir von einem netten Kanadier, der fließend DEUTSCH sprach und BVB-Fan war, bedient. Ansonsten haben wir hier im Hotel mindestens 6 Deutsche aus unserem Flieger getroffen. Wir sind fix und alle. Ab ins Bett. Gute Nacht.

*04.09.2013 Calgary , 19:00 Uhr OZ

Nach einem typischen „Continental Breakfast“ mit sehr gutem Kaffee fuhren wir heute früh erstmal in den nächsten Safeway zum Einkaufen. Unsere Lebensmittel verstauten wir im Auto und ab ging es in die Innenstadt von Calgary.

Als 1875 die „Northwest Mounted Police“ am Zusammenfluss von Bow und Elbow River ein Zeltlager errichtete, um den Weg für die nachdrängenden Siedler zu ebnen und den illegalen Whiskyhandel mit Indianern zu unterbinden, schlug die Geburtsstunde von Calgary. Mit Ankunft der Eisenbahn wurde es zum landwirtschaftlichen Zentrum mit Schlachthöfen und Konservenindustrie. Der wirklich große Aufschwung kam 1914 mit den Ölfunden im Turner Valley südwestlich der Stadt. Stahl und Glas bestimmen heute das Bild des  einstigen Prärienests. Jedes Jahr im Juli verkleidet sich ganz Calgary mit Stetson, Jeans und Cowboystiefeln, um mit dem „Calgary stampede“ der Vergangenheit als „cowtown“ zu gedenken. Ein gigantischer Umzug, Tanz auf den Straßen und das berühmte Rodeo mit den „chuckwagon races“ halten die Stadt zehn Tage lang in Atem. Leider waren wir zur falschen Zeit am richtigen Ort, schade.

Jedoch auch der Besuch des 191 m hohen Calgary Towers lohnte sich bei dem super schönen Wetter. Der Calgary Tower ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Er bietet einen grandiosen Ausblick über die Stadt und weitere Umgebung, bis hin zu den ersten Bergen der westlich liegenden Rocky Mountains. Während der Winterolympiade 1988 brannte das Olympische Feuer auf dem Tower und wurde so zur weltgrößten Fackel. Sie brannte 24 Stunden täglich über 16 Tage und war auch in 25 km Entfernung noch zu sehen, der Gasverbrauch pro Stunde lag bei 850 m³. Der Tower, der bei seiner Eröffnung „The Husky Tower“ hieß und erst im November 1971 in „Calgary Tower“ umbenannt wurde, war im Juni 1968 nach 15 Monaten Bauzeit fertig gestellt. Die Aussichtsplattform hat einen 11 m langen und 1,3 m breiten Glasfußboden und so kann man, wenn man schwindelfrei ist, in 160 m Höhe frei über der 9th Avenue stehen.

Danach machten wir eine Erkundungstour durch die Einkaufsstraßen, hier vor allem auf dem Stephen Ave Walk. Absolut sehenswert mit vielen Restaurants, Cafés, Malls und Verkaufsständen. Ein Besuch des botanischen Gartens, den Devonian Gardens, in den obersten drei Stockwerken einer Shoppingmall, zeigte uns eine Art des kanadischen Relaxens. Eine ca. 1 Hektar große Oase der Ruhe mit mehr als 20.000 einheimischen und tropischen Pflanzen, Skulpturen, Plätzen zum Verweilen, Springbrunnen, Livemusik, einem Teich mit Kois, Wasserfällen und Kinderspielplätzen.

Im Stadtgebiet liegen ca. 40 Parks, die zu Spaziergängen einladen. Wir entschieden uns für einen ausgedehnten Spaziergang entlang des Bow River und rundeten damit unseren Ausflug ab. Am Bow River stehen noch die Grundfesten des einstigen Polizeipostens Fort Calgary, heute Vistitor Centre. Im Prince’s Island Park suchten wir uns ein schattiges Plätzchen, bei 33 Grad Celsius unumgänglich. Unser Weg führte uns später vorbei an China Town zum Parkplatz. Und dann testeten wir erstmal die Klimaanlage im Auto. Funktioniert super, -noch…-

*05.09.2013 Canmore,Banff,SulphurMountain,Upper Hot Springs

Unsere Reise führte uns heute in Richtung Banff National Park. In Canmore machten wir erstmal Halt.

Die Stadt liegt östlich der Rocky Mountains zwischen dem Bow River und dem Highway 1. Die Entstehung der Stadt geht auf das 20. Jahrhundert zurück, als die ersten Kohlebergwerke am Bow River eröffnet wurden. Sie diente als Sitz eines Teils der Verwaltung und war Stützpunkt der Canadian Pacific Railway.

Während des Stadtrundgangs versorgten wir uns auf dem Markt mit Speckbrot, das von einer deutschen Bäckerei angeboten wurde. Ebenso kauften wir Trockenfleisch, das wir in Deutschland nicht auf unserem Ernährungsplan kennen.

Weiter ging es nach Banff. Am Cascade Pond, einem kleinen See in der Nähe, stärkten wir uns zur Mittagszeit mit einem Picknick. Relaxen auf kanadische Art. Ein Spaziergang am See, bei strahlendem Sonnenschein, war unumgänglich.

Wir checkten im Banff Ptarmigan Inn ein, einem Hotel auf der Banff Avenue, direkt im Ortskern.

Ein Schönwetter-Highlight in Banff ist sicherlich eine Fahrt mit der Gondelbahn auf die Spitze des Sulphur Mountains, was einen phantastischen Blick auf die Gipfel der Rockies und die Täler rund um den Berg ermöglicht. Und so fuhren wir mit der Banff Gondola von 1.580 m auf 2.281 m den Sulphur Mountain hinauf. Der einen Kilometer lange Holzplankenweg zur Cosmic Ray Station, einer historischen Wetterstation aus dem Jahr 1903 auf dem Sanson Peak in 2.337 m Höhe, belohnte uns mit einer wunderschönen Aussicht. Später machten wir eine Kaffeepause beim höchstgelegenen Starbucks Kanadas.

Den Abend ließen wir in den Banff Upper Hot Springs, auf ca. 1.600 m gelegen, ausklingen. Bei 39 Grad Wassertemperatur konnten wir unsere müden Füße, eigentlich unsere gesamten müden Knochen, an der frischen Luft entspannen und dazu noch eine Aussicht genießen, von der man lange träumen kann. Das Wasser der Quelle entspringt mit 47,3 Grad und wird in dem Freibecken heruntergekühlt. Es hat einen leichten, jedoch nicht unangenehmen, Geruch durch das darin gelöste Sulfat, Kalzium, Bicarbonat, Magnesium und Natrium. Die Badeanstalt wurde 1932 eröffnet, im Laufe der Jahre erweitert, erneuert und mehrfach renoviert.

*06.09.2013 Banff,  Fenland Trail, Lake Minnewanka

Die Geschichte Banffs ist wie die vieler Orte in West Kanada eng mit dem der Eisenbahn verbunden. So erreichte 1883 die Canadian Pacific Railway Banff und Lake Louise und Lord Steven, ein ehemaliger Vorsteher der CPR, nannte das Gebiet um Banff nach seinem Geburtsort Banffshire in Schottland. Ab 1911 konnte man Banff auch über eine „Straße“ erreichen. Die Stadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sie ist ein beliebter Wintersportort und im Sommer bei Outdoor-Freunden geschätzt.

Wir starteten den heutigen Tag mit einer kleinen Wanderung zum und entlang des Fenland Trails. Der Trail ist nach dem dortigen Sumpfgebiet, dem Fen, benannt und Es ist ein Naturschutzgebiet für Pflanzen wie Riedgras, Moose, Schachtelhalme, Bäume wie Espen, Pappeln und Weißfichten. Hörnchen, Vögel, Elche und Rehe sind hier zu Hause. Leider blieben die dort heimischen großen Tiere außer Sicht, jedoch kreuzten jede Menge Eichhörnchen unseren Weg.

Später unternahmen wir auf dem 1.525 m hoch gelegenen Lake Minnewanka eine Bootstour. Er ist der größte See des Banff National Parks und umrahmt von schroff abfallenden Felswänden. Die Umgebung des Sees war für viele Jahrhunderte ein Jagdgebiet der Stoney People. Sie fürchteten sich vor den ihrer Meinung nach dort vorhandenen Geister und nannten ihn „Minn-waki“, was „See der Geister“ bedeutet. Selbst die ersten Europäer sprachen vom „Devil´s Lake“. Am Ende des 18 km langen und maximal 100 m tiefen Sees liegt das Devil´s Gap, ein Gletscherpfad von den Ausläufern der Rocky Mountains. Der ursprünglich natürliche Bergsee wurde erstmals 1895 gestaut, um die sumpfige Küste besser mit Booten befahren zu können.

Letztmals wurde er 1941 aufgestaut und dient heute der Energiegewinnung und als Erholungsgebiet für Wassersportler und Angler. Im Winter friert der See mit einer einen Meter dicken Eisschicht zu. Rund um den See sind Picknick- und Grillplätze eingerichtet.

Nach dem Ausflug wollten wir noch die Cave und Basin National Historic Site besuchen. Diese Historic Site, am Ende der Cave Avenue gelegen, lädt zur Besichtigung einer Höhle mit Quellteich und eines inzwischen stillgelegten, steinernen Badehauses von 1914 ein. Drei Eisenbahnarbeiter stießen 1883 durch Zufall auf die heißen Quellen. Der spätere touristische Zulauf sorgte für die Einrichtung des Parks. Die Umgebung bietet freie Sicht auf den Mount Norquay (2.522 m).

Leider hatten wir die Öffnungszeiten erst bei unserer Ankunft im Blick: Wir kamen etwas zu spät, da gerade geschlossen wurde.

Trotzdem erwies sich die Anfahrt als lohnenswert, denn wir wurden mit einem vor unserem Auto, auf dem Parkplatz der Historic Site,  grasenden Wapiti überrascht. Ein toller Anblick und super Fotomodell, knapp zwei Meter von uns entfernt.

Den letzten Tag in Banff ließen wir im Western Restaurant bei riesigen Elk(Hirsch)- und Bisonburgern echt kanadisch ausklingen. Sehr gut J

*07.09.2013LakeMoraine,Lake Louise,SaskatchewanRiver Crossing

Guten Morgen aus Kanada. Zunächst starteten wir in Banff mit einem Einkauf bei Safeway. Proviant verstaut, ging es über den Trans-Canada-Hwy in Richtung Lake Louise. Am Castle Mountain legten wir eine Pause ein, die sich als unerwartet lohnenswert erwies. Ein Adlerpaar hatte sich auf einer Stahlbrücke einen Platz zur Aufzucht ihrer Jungen ausgesucht. Ein endloses Gepiepe und Gekreische, jedoch sehenswert.

Der Moraine Lake, unser nächstes Ziel, ist ein von Gletschern gespeister See im Banff-Nationalpark. Er liegt im Valley of the Ten Peaks, einem Tal, das von zehn Berggipfeln der Wenkchemna Range umgeben ist, auf einer Höhe von 1.884 m über dem Meeresspiegel. Den höchsten Wasserstand erreicht der See nach der Schneeschmelze gegen Ende Juni. Seine milchige, smaragdgrüne Färbung hat ihre Ursache in den Partikeln des Gletscherabriebs, die das Licht reflektieren. Anders als die meisten Gletscherseen, die durch Endmoränen (entstehen am Rand eines zum Stillstand gekommenen Gletschers) aufgestaut werden, wurde der Moraine Lake – entgegen seinem Namen – durch die Barriere eines gewaltigen Felssturzes geschaffen. Trotz Nebeldunst und verregnet zeigte sich der See in einer strahlend türkisblauen, nicht smaragdgrünen, Farbe. Ein Bild dieser Szenerie, dem Ausblick auf den See vom so genannten Rockpile, ist auf dem alten 20 Dollar-Schein Kanadas abgebildet.

Der wohl berühmteste See der Rockies,  Lake Louise, der unser nächster Anlaufpunkt war, zeigte sich uns nicht so attraktiv wie gehofft. Im Nebel war nichts vom Mount Victoria (3.464 m) im Hintergrund zu sehen, leider.

Der Lake Louise wird vom Schmelzwasser des Victoria Glacier gespeist. Die Stoney-Indianer nannten ihn „See der kleinen Fische“, seinen heutigen Namen erhielt er 1884 nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, einer Tochter von Königin Victoria. Es ist kein Wunder, dass die Fische klein bleiben, denn selbst im August erreicht der See nur eine maximale Höchsttemperatur von 9° Celsius.

Weiter fuhren wir über den Hwy 93 bis zum David Thompson Hwy 11 und checkten im Saskatchewan River Crossing ein. Es liegt am Zusammenfluss des North Saskatchewan River mit Howse River. Den Namen „The Crossing“ erhielt es im 19. Jahrhundert, als Reisende und Pelzhändler diesen Ort verwendeten, um den North Saskatchewan River auf dem Weg nach British Columbia zu überqueren.

Mit einer kleinen Wanderung zum Warden Lake, einem „round-trip“ entlang dem North Saskatchewan River, ließen wir den Tag ausklingen.

Das abendliche Panorama vor unserer Holzhütte zeigte uns die Berggipfel des Mount Wilson (3.240 m) und den Mount Murchison (3.333 m).

*08.09.2013ColumbiaIcefield, Tangle Falls,SunwaptaFalls,AthabascaFalls

Für den heutigen Tag hatten wir zunächst das Columbia Icefield im Visier. Nach etwa 30 Minuten Fahrt erreichten wir das Columbia Icefield Visitor Centre und gönnten uns erstmal einen guten Kaffee, den wir uns im Anblick des Icefields schmecken ließen. Dann ging es los. Mit dem Bus bis zum Fuß des Gletschers und mit dem Ice Explorer, ein Spezialbus mit riesigen Ballonreifen, ca. 1 km auf das Icefield.

Der Gletscher ist 5,5 km lang, 1 km breit, bis zu 360 m dick und befindet sich auf ca. 3.000 m Höhe. Das Schmelzwasser fließt in 3 Ozeane, den Atlantik, Pazifik und in das Polarmeer.

Gletscherwasser füllten wir selbstverständlich auch in unsere mitgebrachten Flaschen ab. Es soll 10 Jahre jünger machen (ja nee, ist klar). Von ca. 50 Personen auf dem Eis war Petra die Auserwählte, die ein nicht als solches ersichtliche Wasserloch im Eis traf. Schuhe, Socken und Hose nass, arschkalt  –  Trockenlegung im Icefield Centre.

Eine nette Begegnung hatten wir mit Ruth aus Australien, die gemeinsam mit ihren Eltern eine Kanada Rundreise machte, entgegengesetzt unserer Route. So tauschten wir einige Infos und später auch Fotos (per Mail) aus.

Nach einem leckeren Mittagessen im  Restaurant des Centres und Smalltalk mit anderen Touris  gings wieder auf den Parkway.

Unterwegs nach Jasper hielten wir an zahlreichen Aussichtspunkten mit Blick auf die herrliche Landschaft in den Rocky Mountains. Besonderes Augenmerk hatten wir auf die Wasserfälle, wie z.B. die Tangle Falls, Sunwapta Falls und die Athabasca Falls entlang unserer Route.

Wie auch an den Sunwapta Falls, sahen wir immer wieder den ein oder anderen Inukshuk (Inuksuk), eine Steinfigur, die in verschiedenen Größen vorkommen kann. Das Wort stammt aus der Sprache der Inuit, im Plural nennt man diese mystischen Gebilde Inuksuit. Über die Generationen hinweg wurden Inuksuit zu Symbolen von Hoffnung, Freundschaft und Ausdruck der Gastfreundlichkeit. Mit Hilfe der Inuksuit wurden Wege und heilige Orte markiert, vor Gefahr gewarnt und sie wurden bei der Jagd eingesetzt. Für die Inuit hat der Inukshuk eine ganz besondere Bedeutung und es ist tabu sie zu zerstören. Die Steinformationen sind in ganz Kanada von der Küste bis zu den Bergen anzutreffen.

Ein Inukshuk mit zwei getrennten Beinen an einem Ufer zeigt einen befahrbaren Kanal an, ein Inukshuk an einem See verweist auf gute Fischgründe, an der markierten Stelle und so weit im See, wie das Steinmännchen vom Ufer entfernt ist.

Nach 2 Tagen Regen klarte inzwischen das Wetter auf und der strahlende Sonnenschein machte alles noch schöner. Einen wunderbaren Platz zum Übernachten und Relaxen fanden wir im Jasper House Bungalow Park. Ein Holzbungalow am Athabasca River mit Blick auf die Berge.

*09.09.2013 Jasper, Maligne Canyon

Diesen Tag verbrachten wir am Maligne Canyon. Der ca. 11 km von Jasper entfernte Canyon ist eine stellenweise nur bis zu 3 m breite, aber bis zu 50 m tiefe, Kalksteinklamm, die von den strudelnden Wassern des Maligne River erschaffen wurde. Zwischen Felsen, Moosen und Farnen arbeitet sich der Fluss jedes Jahr ½ Zentimeter tiefer in den Kalkstein ein.

Wir starteten vom ausgeschilderten Parkplatz die ca. 6 km lange Wanderstrecke durch den Canyon. Es war ein toller Anblick das klare Wasser durch die Felsschluchten fließen zu sehen, mal als 23 m hoher Wasserfall, eher reißend, an anderer Stelle ruhig, fast stehend. Zwischendurch machten wir Rast auf einem Felsbrocken am Wasser, kühlten die Füße, im wahrsten Sinne des Wortes. Eiskaltes Wasser. Im Winter sind geführte Wanderungen durch den Canyon möglich. Dabei kann man die bizarre Schönheit der gefrorenen Wasserfälle bewundern.

Auf der Rückfahrt nach Jasper versperrte uns eine kleine Herde Wapitis die Straße. Keine Eile, keine Scheu und genüsslich das saftige Gras am Straßenrand fressend, bemühte sich das ein oder andere Tier neugierig durch unser offenes Autofenster zu schauen. Tja, wer beobachtete hier nun wen? Auf jeden Fall hatten wir einen Fotoapparat.

Es war ein toller Tag, bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad. Abends gab es Steaks, nicht vom Wapiti !!!

*10.09.2013 Jasper, Mount Robson,ReaguardFalls

Jasper liegt an einem historischen Handelspfad der Indianer und Pelzhändler durch die Rocky Mountains, der Edmonton und Prince George verband. Beim Bau der Grand Trunk Pacific Railway über den Yellowhead Pass um 1911 entstand die Bahnsiedlung Fitzhugh. Der heutige Name stammt von Jasper Hawes, der Anfang des 19. Jahrhunderts am östlichen Parkeingang eine Unterkunft betrieb.

Nach einem morgendlichen Spaziergang durch Jasper, das sich als sehenswertes kleines Städtchen erwies, ging es über den Yellowhead Hwy (16) über den gleichnamigen Pass (1.146 m) in den Mount Robson Provincial Park. Links und rechts von der Straße gab es Berge, Wälder, Seen, Flüsse und immer wieder kleine Wasserfälle zu sehen. Die Straße führte irgendwann steil bergab und wir hofften hinter der nächsten Kurve endlich den Mount Robson vor uns zu erblicken, der in jedem Kanada-Reiseführer beschrieben ist. NIX DA!!! Wie aus dem Nichts tauchte auf einmal rechts von uns dieser riesige Berg auf. Wir konnten vor Erstaunen nur noch ein gemeinschaftliches „WOW“ hervor bringen. Es war ein gigantisch schöner Anblick. Vor strahlend blauem Himmel, eingebettet in grüne Wälder und Wiesen, riesig groß, fast zum Greifen nah. Einfach überwältigend.

Der Mount Robson ist mit 3.954 m der höchste Berg in den Kanadischen Rocky Mountains und nach dem Mount Waddington der zweithöchste Berg in British Columbia. Der Berg liegt in der Continental Ranges, dort in der Rainbow Range, einer Bergkette der Rocky Mountains, die im Süden vom Oberlauf des Fraser River begrenzt wird. Vermutlich wurde der Berg im 19. Jahrhundert nach Colin Robertson, einem Pelzhändler der Hudson’s Bay Company benannt.Andere inoffizielle Namen für diesen Berg sind: Cloud Cap Mountain, Snow Cap Mountain oder der Shuswap-Name Yuh-hai-has-kun, was “The Mountain of the Spiral Road” bedeutet. Die Erstbesteigung des Berges erfolgte 1913, im gleichen Jahr, als der den Berg umgebende Mount Robson Provincial Park gegründet wurde.

Zum Schmunzeln brachte uns das Hinweisschild zum gegenüber liegenden 2.301 m hohen Berg: Mount Klapperhorn.

Nach einem ausgedehnten Picknick unterhalb des Berges setzten wir unsere Fahrt fort. An den Reaguard Falls, einem wunderschön gelegenen Wasserfall, machten wir Halt. Um diese Jahreszeit werden dort die Königslachse erwartet, die mehr als 1.200 km vom Pazifik zu ihrer Geburtsstätte am Fraser River zurückkehren. Leider waren keine Lachse zu sehen. Wir fuhren weiter und wechselten auf den Hwy 5, dem wir bis Clearwater folgten. Im ACE Westernmotel bezogen wir unsere Bleibe für diese Nacht. Hier in British Columbia haben wir nun eine Zeitverschiebung zu Deutschland von 9 Std=Pacific Time (Alberta hat 8 Std=Mountain Time).

*11.09.2013Clearwater,WellsGreyProvincialPark,Kamloops

Nach dem Frühstück ging es einfach nur auf die gegenüber liegende Straßenseite in den Wells Grey Provincial Park. Mit über 500.000 Hektar riesengroß und nicht ansatzweise so bekannt wie die Nationalparks in den Rocky Mountains – Wells Grey mit seinen erloschenen Vulkanen, Lavastromresten, Gipfeln, Gewässern, Wäldern und Wiesen genießt den Status eines Geheimtipps.  Das Einzugsgebiet des Clearwater River liegt größtenteils im Park. Es gibt einige Campingplätze, viele Wanderrouten und Aussichtspunkte in die wunderschönen Täler. Besonders sehenswert und einen Kurztrip wert sind die Spahats Falls und Helmcken Falls.

Ein Highlight jedoch sind die Dawson Falls des Murtle River, die auch „Klein-Niagara-Fälle“ genannt werden. Bei gutem Wetter ist ein Regenbogen über den Falls zu sehen, den wir auf unseren Fotos festhalten konnten. An den Helmcken Falls machten wir eine ausgedehnte Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad. Auf einer im Park gelegenen Farm gab es nicht nur Pferde auf den Weiden zu sehen, auch Bisons. Nach Beendigung unserer Parktour fuhren wir den North Thompson River entlang, bis nach Kamloops. Die Strecke war links und rechts gesäumt von Farmen, meist mit Viehzucht und Gemüseanbau. Jede Menge grasgrüne Weiden, u.a. auch fast an jedem Haus Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen und Federvieh; Sägewerke in den Tälern und leider auch unendlich viele verbrannte Bäume auf den Anhöhen.

Wir bezogen ein Zimmer im Riverside Inn & Suites in Kamloops und gönnten uns am Ufer des Thompson River unser Abendessen.

*12.09.2013Kamloops,SecwepemcMuseum, Hat Creek Ranch, Lillooet

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem netten Plausch mit Reisenden aus Utah besuchten wir in Kamloops das Secwepemc (oder auch Shuswap First Nations) – Museum & Heritage Park. Dieses ehemalige Winterlager der Secwepemc First Nations, die einige Jahrtausende in diesem Bereich an den Flüssen und Seen mit etwa 30 Gruppen lebten,  beschäftigt sich mit der Geschichte und dem Leben der First Nations. Nicht nur innerhalb der Museumsräume, auch auf dem angrenzenden Gelände gab es viel zu sehen. Es waren u.a. 3 Winter Underground Homes aufgebaut. Ebenso ein Powwow Arbor, in dessen Mitte das alljährliche Kamloops Powwow stattfindet, bei dem sich First Nations aus allen Ländern treffen.

Später unternahmen wir noch einen Spaziergang durch Kamloops, das Anfang des 19. Jahrhunderts aus einem Handelsposten der Hudson´s Bay Company entstand. In der Sprache der Shuswap bedeutet Kamloops Zusammenfluss, denn hier vereinen sich North Thompson und South Thompson River. Auf unserer Weiterfahrt machten wir am Thompson Lake eine Pause und genossen unser Mittagessen bei herrlichem Sonnenschein, jedoch mit leicht gemischten Gefühlen. Auf einigen Warnschildern stand: CAUTION!!! THERE MAY BE RATTLESNAKES IN THIS AREA!!!). Nix passiert, keine gesehen, aber bestimmt haben die Klapperschlangen uns gesehen.

Die Landschaft Richtung Cache Creek wurde immer trockener. Lediglich bewässerte Flächen zeigten sich in einem saftigen Grün. Unterwegs hielten wir an einer kleinen Western-Kulisse, Pozzy´s Arena, die offensichtlich nur  zum Rodeo in der Gegend zum Leben erwacht. Entlang der Goldgräberstrecke fuhren wir hinter Cache Creek zur Hat Creek Ranch. Die Ranch ist eine ehemalige Postkutschenstation der alten Cariboo Wagon Road. Mitte des 19. Jahrhunderts fütterte und tränkte man hier die Pferde, versorgte sich mit Proviant und Ausrüstung. Heute ist die Ranch Touristenattraktion. Ranchgebäude, Maschinen, Felder und Gartenanlagen sowie ein Dorf der Shuswap-Indianer gibt es zu besichtigen, und bei einer Postkutschenfahrt bekommt man einen Eindruck von den alten Tagen. Die Besichtigung lohnte sich und nach einem guten Kaffee im Bauch und einem handgeschmiedeten Hufnagel in der Tasche ging die Fahrt weiter durch First Nations Gebiet nach Lillooet. Der Ort hat ca. 2.300 Einwohner und wurde einst als „größte kleine Goldrauschsiedlung im Cariboo District“ bezeichnet. Benannt wurde das kleine Städtchen nach den Lil`wat-Indianern, die damals in der Gegend siedelten. Lillooet wurde zur „Meile 0“ der legendären Cariboo Wagon Road. Wir fanden hier ein kleines Motel und somit checkten wir ein.

*13.09.2013 Squamisch, Whistler, Peak 2 Peak Gondola

Unser Tag begann mit einem Frühstück auf der Terrasse des Motels, bei Sonnenschein 🙂

Die heutige Strecke führte uns über den malerisch schönen Abschnitt des Highway 99 bis nach Whistler. Das Stück zwischen Lillooet und Pemberton ist eine Straße über die Berge, durch die Täler, entlang an Bachläufen und Seen, durch Wälder, vorbei an grünen Wiesen und erst recht super toll, wenn das Wetter mitspielt.

In Whistler angekommen entschieden wir uns für einen Stadtbummel und eine „Peak 2 Peak“-Tour.

Der 9.200 Einwohner–Ort ist über den Hwy 99, den Sea to Sky Highway, zu erreichen. Whistler ist ein wunderschöner Ort, der jedoch von Touristen übervölkert ist. Trotzdem machte es Spaß durch die herrliche Innenstadt zu schlendern. Whistler richtete 2010 die Olympischen Winterspiele und die Winter-Paralympics aus, was auch heute noch in der Stadt überall sichtbar ist. Später fuhren wir mit der Seilbahn bis zur Roundhouse Lodge, um eine Seilbahntour von Gipfel zu Gipfel zu machen. Die Peak 2 Peak Gondola verbindet die beiden größten Skigebiete am Whistler Mountain und am Blackcomb Peak über das steile und tief eingeschnittene Tal des Fitzsimmons Creek hinweg miteinander. Zwischen der „Talstation“ am Plateau unterhalb des Gipfels des Whistler Mountain (2.181 m) und der „Bergstation“ am Blackcomp Peak (2.436 m) besteht eine Entfernung von 4,4 km Luftlinie. Es ist die größte Seilbahnstation der Welt. Auf jeder Seite gibt es 2 zwischen 35 und 65 m hohe Seilbahnstützen, dazwischen eine freie Spannweite von 3.024 m. Es bot sich uns ein atemberaubender Blick über die Täler und auf die Berge um uns herum. Besonders schön waren das Tal um Whistler und die schneebedeckten Bergspitzen anzusehen. Wir verbrachten fast den ganzen Nachmittag auf den Plateaus und quälten uns später müde und total geschafft über den Highway bis nach Squamish. Hier mieteten wir im Sea to Sky Hotel ein Zimmer.

*14.09.2013 Nanaimo

Fast den  gesamten Tag benötigten wir für die Fahrt nach Nanaimo auf Vancouver Island. Morgens fuhren wir zunächst bis Pemberton. Dort gab es ein 2. Frühstück beim goldenen M. Weiter ging es nach Horseshoe Bay, um mit der Fähre nach Nanaimo über zu setzen. Die Fähre benötigt ca. 95 Minuten, jedoch benötigt man vorher viel Geduld für die Wartezeit, um an Bord fahren zu dürfen. OK, also warten. Bei der Ankunft ging es dann aber schnell. Zunächst suchten wir das Visitor Centre auf. Mit den entsprechenden Hoteladressen in der Tasche hatten wir gleich bei der ersten Anfrage Glück. Also Koffer aus dem Auto, ab an den Hafen. Nach einem kurzen Spaziergang durch Downtown und einem Tipp einer Verkäuferin für ein Restaurant, saßen wir kurze Zeit später in einem Bistro. Mit Blick auf den Hafen gönnten wir uns zum 1.Mal in Kanada „frischen Fisch“.

Die Hafenstadt ist mit 78.700 Einwohnern nach Victoria die zweitgrößte Stadt von Vancouver Island und das zweitwichtigste Tor zur Insel. Das warme Wasser der Strait of Georgia lädt zum Baden ein, und in der Umgebung finden sich einige der schönsten Sandstrände der Insel sowie ein Teil der besten Tauchgründe Kanadas.

Den Ort empfanden wir nicht unbedingt als Highlight, den Fisch zum Abendessen umso mehr. Der Regentag endete in einer dicken Nebelbank, die die Bucht einhüllte.

*15.09.2013 Duncan, Goldstream Provincial Park, Victoria

Beim Visitor Centre hatte man uns für eine Whale Watching Tour Tofino empfohlen, jedoch bemerkt, dass es momentan keine Garantie für eine Sichtung gäbe. In Victoria bekämen wir sicher mehr Informationen dazu. Somit disponierten wir um und fuhren heute früh, im dichten Nebel, nach Victoria. Unser erster Halt war in Duncan. Das Städtchen ist bekannt für seine über 80 Totempfähle, die in dem Ort aufgestellt sind. Leider hatte das Museum geschlossen (Mo bis  Fr geöffnet) und somit konnten wir auch nicht mit der Dampflok fahren, die ebenfalls zum Museum gehört. Nach einer Totem-Tour fuhren wir weiter zum Goldstream Provincial Park, der seinen Namen den Goldspuren im Fluss verdankt. Wir machten eine kleine Wanderung den Fluss entlang zwischen 600 bis 700 Jahre alten Douglasien und Riesenlaubbäumen.

Danach ging es nach Victoria. Hier war unser Anlaufpunkt auch erstmal das Visitor Centre. Hotelempfehlungen in der Tasche, checkten wir dann auch baldigst in einem der Hotels ein. Der freundliche Mitarbeiter an der Rezeption hatte für uns einen Geheimtipp zum Whale Watching mit Orca Spirit Adventures. Hier gab es einen „10%Off“-Preis und sowieso schon 10% billiger als die anderen Anbieter. Der Grund war offensichtlich, dass der Anbieter mit seiner Anlegestelle nicht direkt an der überfüllten Hafenpromenade unübersehbar war. OK, gebucht.

Mit einem Downtown-Bummel durch den Gewitterregen und einem Besuch bei Tim Hortons ließen wir den Tag ausklingen. Morgen geht es dann Wale gucken 🙂 mit oder ohne Regen, egal, hoffentlich mit Schnaps zum warm bleiben.

*16.09.2013Victoria, Whale Watching

Nach einem sehr guten Frühstück bei abc Country, in Kooperation mit unserem Hotel, ging es zu Fuß auf Sightseeing-Tour durch Victoria. Die letzten Tage hatte es geregnet, heute war der Sonnenschein wieder da. U.a. besuchten wir den wunderschönen Beacon Hill Park, nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Ein herrlich angelegter Park mit einer üppigen Pflanzenpracht und vielen einheimischen Tieren, die sich sehr zutraulich zeigten.

Victoria, die Hauptstadt British Columbias, entstand aus einer 1843 gegründeten Handels- und Versorgungsstation der „Hudson´s Bay Company“ im relativ sonnigen Südosten der Insel. Quirliges Herz von Downtown Victoria ist das Gebiet um den Inner Harbor.

Mittags fuhren wir von der Fishermans Wharf hinaus zum Whale Watching. Diese Tour sollte sich auf jeden Fall für uns lohnen, was wir bei Abfahrt nicht ahnten.

Orcas sind große Schwertwale und gehören zur Familie der Delphine. Welche und wie viele Wale sich in einem bestimmten Gebiet aufhalten, ist nicht ohne Weiteres zu bestimmen. Einzelne Wale, auch das Geschlecht, kann man u.a. an ihrer Rückenflosse erkennen. In Bilddatenbanken werden die einzigartigen Merkmale festgehalten, beispielsweise Kratzer, Muster und die Form der Flosse.

Nach einer rasanten Fahrt durch die Juan de Fuca Strait Richtung USA-Küste trafen wir weitere Schiffe/Boote/Zodiacs vor Port Angeles. Nach ein paar Minuten tauchten in weiter Entfernung die Rückenflossen von Orcas auf. Nachdem sie mehrmals auf- und abtauchten, tauchten sie ganz ab. Etwa 5 Minuten später kamen sie an einer anderen Stelle wieder hoch. Es waren zwei erwachsene Tiere mit einem Baby-Orca, das Kleine ständig zwischen ihnen. Etwas weiter entfernt waren hin und wieder weitere Tiere zu sehen. Die Orcas waren schneller als unsere Reaktionsfähigkeit bezüglich unserer Kameras zuließ, leider. Das Schauspiel wiederholte sich noch mehrmals auf beiden Seiten, Mensch wie Tier. Nachdem wir eine dreiviertel Stunde später wieder abdrehen wollten und uns bereits gedanklich von den Tieren verabschiedet hatten, tauchten sie plötzlich mit einer zischenden Wasserfontäne direkt neben unserem Boot noch einmal auf. Vor Schreck und Erstaunen war auch hier keine Aufnahme möglich. Wir freuten uns alle über diesen tollen Anblick und sahen den Orcas nach, bis sie schließlich ein letztes Mal abtauchten und unter Wasser blieben. Es war ein faszinierendes und aufregendes Erlebnis die Wale so nah und vor allem frei zu sehen. Auch ohne Foto werden wir das Bild nie vergessen.

*17.09.2013 Vancouver

Heute früh führte uns unsere Tour wieder Richtung Festland. Zunächst fuhren wir nördlich von Victoria nach Tsawwassen, um mit der Fähre nach Swartzy Bay über zu setzen. Lief alles wie geschmiert, bezahlt, ab auf die Fähre, Kaffee bei Starbucks auf dem Passagierdeck, runter von der Fähre, Abmarsch Richtung Vancouver Visitor Centre. Jetzt ging es nur noch langsam voran, Stau bis Vancouver, Stau in Vancouver, Ampeln fast immer ROT usw., irgendwie fanden wir das alles ganz schön doof und kürzten kurzerhand unseren geplanten Aufenthalt. Statt 2  buchten wir nur 1 Übernachtung, denn so ein Verkehrschaos haben wir zu Hause selbst. „We were not amused“.

Vancouver ist eine moderne Metropole mit 2,1 Millionen Einwohnern im Großraum und rund 600.000 Einwohnern im eigentlichen Stadtgebiet. Sicherlich hat Vancouver seine interessanten Seiten zu bieten, wie Parks, Gärten, Museen, die weltberühmte Steam Clock, Chinatown und vieles mehr.  Wir entschieden uns für eine kleine, sehr beschauliche Tour und besuchten am späten Nachmittag Granville Island unter der Granville Bridge. Das restaurierte Hafenviertel zeigt Vancouver von einer sehr schönen Seite. Galerien, Künstlerwerkstätten, Souvenirshops, Kunstläden, Restaurants, Public Market usw. laden zum Verweilen ein. Das taten wir dann auch in aller Ruhe und bei schönem Wetter.

*18.09.2013 Vancouver Aquarium

Wir verbrachten einige Stunden im Aquarium von Vancouver. Es war strahlender Sonnenschein und neben den zu sehenden Tieren gaben sich die Mitarbeiter jede Mühe die Besucher über die Tiere zu informieren. Es war fast wie eine persönliche Führung. Tolle Arbeit, die dort gemacht wird. Das von den Einheimischen auch liebevoll genannte „Aquana“ hat sich dem Tierschutz verschrieben und dient vor allem bei den größeren Meerestieren als Auffangstation für behinderte oder nicht mehr in der Natur überlebensfähige Tiere. Hierzu zählt auch der Seeotter Tanu, der inzwischen zum Markenzeichen und dem nicht zu verpassenden Clown des Aquariums geworden ist.

Danach genossen wir im angrenzenden Stanley Park das tolle Wetter mit einem Picknick.

Wir wollten gern noch Hope erreichen, jedoch hatten wir uns für eine langsame aber landschaftlich schöne Route entschieden. Der Weg führte uns durch Dewdny, wo wir im „Schnitzelhaus“ der Eheleute Simone und Jürgen Spang einkehrten und kanadisch angehauchte deutsche Küche zu uns nahmen.

In Hope kamen wir dann spät abends an.

*19.09.2013 Hope, Othello Tunnel

Den Tag begannen wir mit einem Spaziergang durch die Innenstadt. Das ist leicht übertrieben, weil Hope ein kleines Örtchen mit einer Haupteinkaufsstraße ist. Jedoch ist Hope liebevoll mit zahlreichen Kettensägenskulpturen verziert. Hier und da stehen Holzfiguren von Tieren oder Menschen, die aus Baumstämmen herausgearbeitet wurden. Die malerisch bewaldete Umgebung von Hope diente einigen Szenen von „First Blood“, dem ersten Rambo-Film, als Kulisse. Der Fraser River fließt durch Hope, was uns dann auch endlich die Lachswanderung veranschaulichen ließ. Wir schauten den Tieren zu, wie sie mühsam gegen den Strom des Fraser anschwammen, kleine Hürden nahmen, sich wieder ausruhten und weiter schwammen. Der Fraser war überfüllt von Lachsen. Leider lagen auch jede Menge toter Tiere am Ufer bzw. in Ufernähe, für die die Anstrengung tödlich endete.

Dann fuhren wir weiter zum Coquihalla Canyon Provincial Park, in dem man die Othello Tunnel, ein Überbleibsel des alten Railway, besichtigen und in landschaftlich schöner Gegend durchlaufen kann. Überall am Wegrand stehen Informationstafeln zu den 5 Tunneln, der Erbauung und Nutzung. Nachmittags fuhren wir weiter zum Manning Park, in dem wir uns Biber erhofften zu sehen. Leider hatten wir Pech, da die Biber ausgezogen waren. Allerdings machten wir eine kleine Wanderung entlang der ausgeschilderten Strecke, an der sonst diese Tiere zu beobachten sind. Es war auch ohne Biber sehr interessant, da auch hier Infotafeln Wissenswertes hergaben. Der Tag endete in Princeton.

*20.09.2013 Kelowna, Okanagan Valley

Für diesen Tag hatten wir uns die Strecke bis Kelowna vorgenommen. Zunächst fuhren wir nach Osoyoos, dann weiter durch das Okanagan Valley.

Im größten kanadischen Weinanbaugebiet am unteren Arm des langgestreckten Okanagan Lake – auf derselben geographischen Breite wie etwa der Rheinabschnitt zwischen Mainz und Karlsruhe – fühlt man sich wie nach Südeuropa versetzt. Verkaufsstände für alle Arten von Obst und Gemüse säumen die Straßen. Vineyards, Weinbauern, laden zu Weinproben ein.

Am Seeufer des Skaha Lake machten wir eine Mittagspause. Über Penticton, entlang des Okanagan Lake, vorbei an Summerland und Peachland, ging es dann nach Kelowna. Es gab immer wieder Neues und Interessanten zu sehen und genug Gründe für den ein oder anderen Halt, ob es nun der Ausblick, ein hübsches Örtchen, ein Gemüse- und Obststand war. Inzwischen sind wir in Kelowna angekommen und haben uns bereits die größte Shopping Mall zwischen den Rockies und Vancouver, Orchard Park, angesehen. NIX gekauft, ehrlich 😉

*21.09.2013 Kelowna, Vernon, O’Keefe Ranch

Kelowna stammt aus der Sprache der Salish-Indianer und heißt Grizzlybär, denn die Hügel, die die Stadt umgeben, erinnerten die Ureinwohner an geduckt liegende Bären.

Mit annähernd 107.000 Einwohnern ist Kelowna die größte Stadt am rund 110 km langen, oft türkisblau schimmernden Okanagan Lake mit wunderbaren Stränden. Beliebter stadt- und seenaher Anlaufpunkt ist der schattige City Park mit seinem öffentlichen Sandstrand mit Spielplatz. Ein beliebtes Fotomotiv ist die Skulptur von „Ogopogo“, ein drachenähnliches Fabelwesen, das im Okanagan Lake leben soll.

So nutzten wir vormittags das schöne Wetter für einen Spaziergang entlang des Yachthafens, dem City Park, sowie durch Downtown. Eher zufällig kamen wir an einem liebevoll angelegten Chinesischen Garten, dem Kasugai Park, vorbei, der sich zwischen dem City Park und Downtown befindet.

Bei der Weiterfahrt führte uns unsere Strecke auf dem Hwy 97 entlang am Okanagan Lake bis nach Vernon. Im Polson Park legten wir eine Pause ein, um uns unser Mittagsessen, bei super schönem Wetter, schmecken zu lassen. Später machten wir noch einen Spaziergang durch den Park, in dem sich eine Hochzeitsgesellschaft eingefunden hatte. Die Zeremonie fand inmitten des bunt bepflanzten Parks statt. Kaum waren wir wieder auf dem Hwy, konnten wir der einladenden Ausschilderung der O’Keefe Ranch nicht widerstehen.

Die historische Ranch wurde 1897 gegründet und gehörte einst zu den größten im Okanagan. Mit 12 zeitgenössischen Gebäuden, Kutschfahrten, Tieren, Sattlerei, Schmiede, Schule sowie Töpferei und z. B. original landwirtschaftlichen Maschinen ist es das beste Museum im Okanagan Valley. Fast drei Stunden verbrachten wir auf dem Gelände. Eine Beschreibung in deutscher Sprache und das sonnige Wetter trugen dazu bei.

Links und rechts unserer weiteren Fahrstrecke zeigten sich noch immer die saftig grünen Weiden und Felder, deren Nutzung jedoch nur durch die riesigen Bewässerungsanlagen ermöglicht wird. Ansonsten zeigte sich uns die Landschaft eher ziemlich trocken.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit der Fahrt nach Monte Creek (+ einer Pizza).

*22.09.2013 Craigellachie, Revelstoke, Giant Cedars Trail, Hemlock Grove

Zur Weiterreise starteten wir ganz früh und frühstückten im Restaurant des Motorcycle Museum am Trans Canada Hwy. Das nächste Mal hielten wir in  Craigellachie, ca. 45 km vor Revelstoke. Hier wurde 1885 das letzte Schienenstück des Canadian Pacific Railway montiert, das die West- und Ostküste miteinander verband. Wir erreichten mittags Revelstoke, um den Mount Revelstoke im gleichnamigen National Park zu besuchen. Wir hatten einen Trail am Gipfel des Berges geplant, jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Dichter Nebel und strömender Regen erwarteten uns auf 1.820 m Höhe. Somit konnten wir uns den Historic Gire Lookout auf 1.938 m, ein früherer Feuerwachtturm, nicht ansehen. Picknick war dort oben also auch nicht drin. Ebenso gab es keinen Ausblick auf das Columbia River Valley. Also fuhren wir pitschnass die 26 km wieder hinunter und weiter durch den National Park.

Am Giant Cedars Trail machten wir einen Spaziergang entlang des gut beschilderten Boardwalk. Es ging durch einen schummrigen Regenurwald mit bis zu 800 Jahre alten Rotzedern.

Kaum hatten wir den Mount Revelstoke National Park verlassen, da waren wir auch schon im Glacier National Park. Auch hier kann man den dichten Riesenbaumregenurwald über einen Boardwalk am Hemlock Grove erkunden.

Um uns herum erhoben sich wieder die riesigen Berggipfel, die fast alle, mehr oder weniger, mit Schnee bedeckt waren. An vielen Stellen konnte man bereits den blendend weißen Neuschnee erkennen, der wie weißer Puderzucker auf den Bergen lag. Das Thermometer sank auf ca. 4 Grad.

Noch innerhalb der Parkgrenzen kamen wir von der Pacific Time in die Mountain Time. Also stellten wir unsere Uhren wieder eine Stunde vor.

In Golden angekommen, gönnten wir uns ein leckeres Essen und fielen platt ins Bett.

*23.09.2013 Takakkaw Falls, Upper Spiral Tunnels, Radium Hot Springs

Ein Frühstück bei Tim Hortons in Golden und die Welt war in Ordnung. Sodann folgten wir dem Hwy in Richtung Moraine Lake. Zu Beginn unserer Reise hatten wir den Lake leider im Regen gesehen. Jetzt wollten wir ihn nochmals bei besserem Wetter anschauen. Unterwegs fuhren wir eine Stichstraße zu den Takakkaw Falls ab, die sich ca. 14 km durch das schmale Yoho Valley schlängelt. Durch die 3 Serpentinen müssen größere Wohnmobile und Busse rangieren und dabei den mittleren Teil der Serpentinen rückwärts bewältigen. Dieses Schauspiel durften wir uns bei dem voraus fahrenden Wohnmobil ansehen, Serpentinen rauf und wieder runter.

Das Schmelzwasser des Daly Glacier speist im freien Fall, aus 254 m Höhe, den Yoho River. Die Takakkaw Falls sind die zweithöchsten Kanadas. Das Cree-Wort Takakkaw bedeutet „großartig“, und das sind sie auch.

Wieder auf dem Hwy konnten wir bereits den Ein- und Ausgang des Upper Spiral Tunnels der Canadian Pacific Railway sehen. Die 1909 fertig gestellten Spiral Tunnels mit jeweils zwei 270°-Spiralen-Serpentinen reduzierten das ursprünglich 4,5%ige Gefälle auf 2,2% und verminderten somit die Unfallgefahr. Vom Aussichtspunkt an der Yoho Valley Road kann man beobachten, wie die extrem langen Züge den Upper Spiraltunnel im Cathedral Mountain durchqueren. Während die vorderen Waggons den Tunnel bereits unten wieder verlassen, fahren oben die hinteren Waggons erst in den Eingang hinein. Trotz einer eingelegten längeren Besichtigungspause kam leider kein Zug; lediglich ein Servicewagen der Canadian Pacific Railway fuhr über die Schienen. Die etwas tiefer, auf der anderen Seite des Berges, gelegenen Lower Spiral Tunnels waren entsprechend verwaist. Kam ja nun mal nix.

Der Moraine Lake erwartete uns diesmal mit leichtem Schneefall. Das tat der blauen Farbe des Lakes keinen Abbruch, lediglich die 10 Bergspitzen waren wieder nicht zu sehen. Leider. Nachdem wir uns mit einem heißen Kaffee aufgewärmt hatten, die Temperaturen beliefen sich seit dem Morgen zwischen 4° und 8°, setzten wir die Fahrt Richtung Radium Hot Springs fort. In Radium Hot Springs gönnten wir uns eine Erholungspause im 29° warmen Outdoor Pool. Bei den ursprünglich Sinclair Hot

Springs genannten Quellen, die wegen der geringen radioaktiven Spuren  ihre jetzige Bezeichnung erhielten, wurde schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Badeanlage gebaut. Inzwischen zeigte das Thermometer, außerhalb des Pools, 14°. Somit hatten wir heute alle Wetterverhältnisse einmal durch.

Am späten Abend checkten wir in einem kleinen, liebevoll eingerichteten, von einer Schweizer Familien geführten Motel in Wasa ein, das wir ohne unser Navi gar nicht dort vermutet hätten, geschweige denn den Ort.

*24.09.2013Kimberley, Marysville,FortSteele, Frank Slide

Kimberley, dessen Ortskern sich im kanadischen Oberbayern-Look präsentierte, riss uns nicht vom Hocker. Hydrant in Lederhosenbemalung, Riesen-Kuckucksuhr, Bratwurst, ein Gasthaus aus dem Tegernseer Land und viel alpenländischen Nippes gab es zu sehen. Im Ausland sieht was Deutsches eben immer blöd aus. Danach kamen wir durch Marysville. In diesem kleinen Örtchen gab es eine Überraschung, die uns abrupt und staunend zu einer Vollbremsung zwang. Wildlife hat hier Vorfahrt!

Auf unserem Besichtigungsplan stand noch Fort Steele, das 1865 ein Posten der Northwest Mounted Police und bald die größte Siedlung der ganzen Region war.

Heute lebt Fort Steele Heritage Town als Museumsstadt fort: Mehr als 60 Gebäude wurden restauriert oder aus der Umgebung hierher versetzt. Kostümierte Schauspieler zeigen das Leben der Pioniere; die Postkutsche fährt durch den Ort. Es war eine sehr interessante und ausgedehnte Reise durch die Vergangenheit.

Weiter ging es auf unserer Fahrt Richtung Pincher Creek. Unterwegs kamen wir durch viele kleine Orte wie Bellevue, Frank oder Coleman, die sich entlang des Hwy ziehen. Zu trauriger Berühmtheit kam Frank im Jahre 1903, als ein gewaltiger Bergrutsch den Ort verschüttete und 70 Tote forderte. Vom damaligen Frank Slide wurden unterhalb des Turtle Mountain 3 km² Land von Geröll überzogen. Unübersehbar sind die Gesteinsmassen rechts und links des Hwy noch zu sehen.

Eine weitere interessante Entdeckung machten wir unterwegs vor der Touristeninfo in Sparwood, als wir den größten Truck der Welt, den Titan 33-19, entdeckten.

Seine 7 m Höhe und 20 m Länge machen einen gewaltigen Eindruck, vor allem, wenn man direkt davor steht, bzw. einfach so darunter durchlaufen kann.

Abends checkten wir in Pincher Creek ein und gönnten uns ein Triple-Burger-Menue.

*25.09.2013 Head-Smashed-in Buffalo Jump

Zunächst fuhren wir zum Head-Smashed-in Buffalo Jump. Für jeden der in der Region ist, ist das ein „Muss“, wie uns hier die Kanadier erzählten. Die UNESCO erklärte diesen Ort zum Weltkulturerbe. Mehr noch als der 10 m hohe Steilabbruch selbst beeindruckt die Dokumentation im Head-Smashed-in Buffalo Jump Interpretive Centre. Demonstriert wird das Leben der Plains Indians und die Entwicklung der Bisonjagd über viele Jahrtausende. Vor rund 6.000 Jahren entwickelten sie eine besondere Jagdtechnik: Im großen Stammverband versetzten sie die Bisonherden in Panik und trieben sie auf Abgründe zu, in die sich die Tiere zu Tode stürzten. In der kargen Trockenvegetation der Porcupine Hills folgten dann Wochen des Überflusses.

Nach diesem interessanten Besuch und inzwischen strömendem Regen und Sturmböen, verzichteten wir auf Fort MacLeod. Die Endstation war Calgary.

*26.09.2013 Calgary

Den vorletzten Tag in Kanada verbrachten wir im Outlet CrossIron Mills in Calgary. Schließlich fährt man nicht ohne die üblichen Geschenke für die Lieben heim.

Die Mall beherbergt 235 Geschäfte, mit mehr oder weniger guten Angeboten. Also erstmal durch, gucken, staunen usw. Selbstverständlich wurden wir fündig 🙂

Den späten Nachmittag nutzten wir für einen letzten Spaziergang durch die Downtown von Calgary. Abends gab es für jeden Steaks und Molson Canadian Beer.

*28.09.2013 Bad Fredeburg und Worms, OZ 21.00 Uhr

An unserem letzten Tag hatten wir Zeit bis zum Nachmittag, da unser Flieger erst abends gegen 19:30 Uhr von Calgary starten sollte. Somit nutzten wir das schöne Wetter zu einem Zoobesuch. Der Calgary Zoo ist der größte Zoo Kanadas und befindet sich auf der George`s Island im Bow River.

Danach folgten Auto volltanken, Auto am Flughafen abgeben, Gepäckaufgabe (mit Hindernissen, Koffer zu schwer, umpacken…..), auf Boarding warten (also Buch lesen, Fotos machen, Leute gucken, durch Shops schlendern usw.) und um ca. 20:20 Uhr OZ (04:20 Uhr OZ Samstag/Deutschland) startete der Flieger mit Verspätung und landete 12:50 Uhr OZ Samstag, d. 28.09.2013, in Frankfurt/Main.

*15.12.2013 Worms – Bad Fredeburg

Es war eine eindrucksvolle Reise und wir haben hier mal einige Informationen:

  • 4.248 km gefahren
  • ca. 438 Liter Benzin verbraucht
  • ca. 20 verschiedene Hotels / Motels aufgesucht
  • ca. 4800 Fotos geschossen
  • Regen, Sonne, Schnee
  • 4 bis 33 Grad Celsius Temperaturunterschiede ertragen
  • viele nette Menschen getroffen und gesprochen, viel Smalltalk
  • ins Columbia Icefield eingebrochen
  • keine Bären oder Elche gesehen (außer im Zoo von Calgary)

Als zweitgrößtes Land der Welt mit einer Fläche von etwa 9.900.000 km² ist Kanada fast so groß wie ganz Europa und nimmt rund 40% des nordamerikanischen Halbkontinents ein. Die größte Nord- Süd Ausdehnung beträgt ca. 4600 km (zum Vergleich: Deutschland 886 km), die größte Ost- West Entfernung ist mit 5.514 km fast neun Mal so groß wie die von Deutschland (636 km).

Zu den 33 Millionen Einwohnern gehören fast 1.200.000 Menschen der indigenen Gruppe an, dazu zählen unter anderem etwa 700.000 Indianer und der Rest teilt sich auf andere Ureinwohner-Gruppen auf (Inuits und Métis). Vor allem von der Lebensweise der Ureinwohner haben wir viel erfahren können.

Ebenso faszinierten uns die vielfältigen Landschaften. Es war einfach alles dabei: von dichten, saftigen Regenwäldern, über eiskalte, türkisfarbene Seen, reißende Flüsse, tiefe, schroffe Canyons, unzählige Wasserfälle, bis hin zur Schnee- und Gletscherwelt auf der einen und Halbwüsten auf der anderen Seite.

Immer wenn wir dachten, dass es jetzt gar nicht mehr schöner werden kann, wurden wir hinter der nächsten Wegbiegung eines Besseren belehrt.

Die Menschen sind unglaublich offen und herzlich. Das Land ist wunderschön und riesengroß.

Wir haben viele tolle Erlebnisse und Eindrücke mitgebracht, von denen wir noch lange zehren werden.

Kanadas Westen ist für uns auf jeden Fall mehr als nur eine Reise wert, auch zwei oder drei 😉

Jeder erlebt seine ganz eigene Geschichte in Kanada und genau das zeichnet Reisen aus:

„Das ganz persönliche Abenteuer!“

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.